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Neues Gen für Zahnwachstum entdeckt
Die eigenen Zähne sind ein wertvolles Gut - denn sie wachsen leider
nicht nach. Zwar war es japanischen Wissenschaftlern vor zwei Jahren
gelungen,
aus einzelnen Zellen fehlende
Schneide- und Backenzähne in den Kiefern von Mäusen nachwachsen zu
lassen, doch noch ist diese Methode weit davon entfernt, auch
beim Menschen zum Einsatz zu kommen.
Jetzt haben Londoner
Forscher neue Erkenntnisse über das Wachstum von Zähnen gewonnen. Sie
fanden heraus, dass die Zahnentwicklung in den ersten Lebensjahren
maßgeblich von einer Gruppe von fünf Genen beeinflusst wird.
Sind
die Gene beschädigt, bedeute das für die Betroffenen im weiteren Leben
unter Umständen eine ganze Reihe von Problemen, schreiben die
Wissenschaftler. Abweichungen in der Zahnentwicklung halten den Rekord
unter den Fehlbildungen: Bei einem Zehntel aller Menschen bereitet die
Ausbildung der 32 Kau- und Beißwerkzeuge Probleme. Um deren Ursachen
ausfindig zu machen, setzten die finnischen und englischen Forscher an
einem bekannten Faktum an: Der Zeitpunkt, an dem Kinder ihre ersten
Zähne bekommen, ist zu 70 Prozent erblich bedingt.
Der nun
offengelegte Einfluss des Erbguts auf das Zahnwachstum könnte nach
Meinung von Studienleiter Jarvelin neue Wege in der frühzeitigen
Behandlung von Zahn- und Gebissproblemen öffnen. Auch die Vorsorge werde
sich verbessern lassen. "Kennen wir die entscheidenden genetischen und
umweltbedingten Faktoren für die menschliche Entwicklung, erweitert das
auch unser Verständnis für das Entstehen von Erkrankungen im späteren
Leben", erklärt Jarvelin. "Wir hoffen außerdem, dass wir auf dieser
Basis genauer beurteilen können, warum das Wachstum des Fötus ein so
wichtiger Umstand in der Entwicklung vieler chronischer Krankheiten zu
sein scheint."
Quelle: Spiegel.de




