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Bakterien bei Parodontitis sind möglicherweise Ursache für rheumatische Arthritis
Eine enge Beziehung zwischen der rheumatischen Arthritis (RA) und einer Parodontitis wird unter Rheumatologen und Zahnärzten seit längerem vermutet. Jetzt mehren sich Hinweise dafür, dass ein sehr häufiges orales Bakterium bei Parodontosepatienten eine rheumatische Arthritis auslösen oder verstärken kann
Das orale Bakterium Porphyromonas gingivalis kann körpereigene Aminosäuren so verändern, dass diese vom eigenen Immunsystem als fremdartig gesehen und angegriffen werden. Dies führt unweigerlich zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Zellen und zu internen Entzündungsprozessen, dem Grundgerüst von Rheuma. Dies belegen aktuelle Studien. Jeder zweite Patient einer RA leidet zeitgleich an einer schweren Parodontitis.
Im umgehrten führt eine schlechter werdende Feinmotorik bei Rheumapatienten auch zu einer schlechteren Mundhygiene, was natürlich eine entstehende Parodontitis begünstigt. Ein Teufelskreis beginnt.
Als Reaktion hieraus überweisen Rheumatologen mittlerweile ihre Patienten systematischer zu behandelnden Zahnärzten zur Zahnreinigung und Parodontosetherapie. Umgekehrt schauen Zahnärzte bei ihren Parodontosepatienten zunehmen auf erste Anzeichen einer rheumatischen Arthritis um eine frühzeitige fachübergreifende Weiterbehandlung zu veranlassen.
Quelle: zm 101,Nr.13 A




